Windows

Der Aufstieg zur Nummer eins im Softwaregeschäft begann für Microsoft 1980. IBM, der amerikanische Hardware-Riese benötigte dringend ein Betriebssystem. Bill Gates erkannte die Chance, kaufte die Software eines anderen Anbieters und passe sie für den Auftraggeber IBM an. Das System, genannt MS-DOS hatte jedoch noch keine grafische Benutzeroberfläche zur Vereinfachung der Navigation, die kam erst 1985 mit Windows 1.0, nachdem sie bei Atari, Apple und Commodore Amiga längst verfügbar war. Von IBM abgesehen dümpelte das neue Flaggschiff eher als müder Kahn dahin, Fahrt bekam das Ganze erst mit der 1990 veröffentlichten Version 3.0. Mit den Nachfolgern Windows 95 und XP aus dem Jahr 2001 schaffte man es dann allerdings, eine Art Quasi-Monopol aufzubauen. Für Unternehmenskunden hatte man dann bereits bis 1993 eine Windows-NT-Version auf den Markt gebracht, die gemeinsam mit IBM entwickelt wurde. IBM beschloss dann nach einem Streit, die eigene Variante als Betriebssystem unter dem Namen OS/2 auf den Markt zu bringen, hatte damit jedoch weit weniger Erfolg als Windows mit NT. Dafür lief es dann mit dem Vorgänger von Windows 7 , Vista, extrem schlecht. Trotz fünfjähriger Entwicklung waren die Kunden allesamt unzufrieden und schimpften über den Ressourcenhunger, ein Großteil der Unternehmen verzichtete von vornherein auf die Installation des Betriebssystems. Windows 7 sollte dann den Ruf wieder aufpolieren und den Umsatz ankurbeln. Insgesamt sind 90% aller Computer weltweit mit den Windows-Systemen in Betrieb. Alternativen wie Linux sind zwar keineswegs schlechter, konnten bisher aber nichts an der Macht von Windows ausrichten. Lediglich im Server-Markt ist man ein gleichberechtigter Partner. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht mehr weiter. So hat Apple in den vergangenen Jahren 5% vom Markt erobert und Google hat ebenfalls inzwischen ein Betriebssystem angekündigt.
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