Neue Domain-Endungen weniger interessant

Neue Domain-Endungen weniger interessantEin Jahr nachdem die neuen generischen Adress-Endungen eingeführt wurden hat der Webhoster Strato Bilanz gezogen. Insgesamt ist der erwartete Boom auf die neuen Domains ausgeblieben. Laut Strato stehen die neuen Domains auch 1 Jahr nach der Einführung noch am Anfang ihrer Entwicklung, wie eine repräsentative Studie belegt. Der Studie zufolge hat bisher nur etwa jeder zweite Internet Nutzer von den neuen Domainendungen gehört. Von den Nutzern die die neuen Domain-Endungen kennen, sieht rund die Hälfte einen Nutzen darin. Befragt wurden 1.114 Internetnutzer von 18 bis 69 Jahren. Für 37 Prozent der Befragten sind die bisherigen Endungen ausreichend.

Traditionelle Endungen legten zu

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland über 300.000 Top Level Domains registriert. Zugelegt haben dabei auch traditionelle Domain-Endungen wie .de und .com. Viele Nutzer sind auf die Endungen .net, .biz und .info ausgewichen, wenn der Wunschname unter .de und .com nicht mehr zur Verfügung stand.

Die beliebtesten neuen Endungen

Von den neuen Domain-Endungen sind .berlin, .hamburg, .koeln, .bayern und .club am beliebtesten. Kaum interessant hingegen war die regionale Endung .ruhr. Auf .photo gab es ebenfalls keinen Run. Dafür wurde aber .photography oft registriert, obwohl das Wort viel länger ist. Nutzer die sich für eine .berlin-Adresse entscheiden haben sind unter anderem die CDU-Fraktion Berlin und der Landesverband der CDU, die sich damit klar zu der neuen Domainendung bekennen.

Neue .berlin-Domains freigeschaltet

Der Betreiber Dot Berlin hat im Januar die zweite Tranche gestartet. Auf Wunsch der ICANN waren vor einem Jahr noch etwa 17.500 .berlin-Domains gesperrt. Jetzt sind Domains wie yoda.berlin, asterix.berlin und andbrot.berlin aber freigeschaltet. Laut der Forsa-Studie ist Deutschland bei den Registrierungen im europäischen Vergleich nach Frankreich und Großbritannien führend. Im weltweiten Vergleich reiht sich Deutschland bei den Registrierungen hinter den USA und China ein.

Bildquelle:© S. Hofschaeger / pixelio.de
Empfehlung